Tierschutz vor Ort

Tierschützer auf Halkidiki, Griechenland, einem besonders schönen Fleckchen Erde, bemühen sich aufopferungsvoll, die elende, erbarmungswürdige Situation der Tiere in diesem Land zu verbessern. Es ist oftmals ein nicht enden wollender täglicher Kampf, da es an allen Ecken und Enden an den notwendigen Mitteln fehlt. Selbst Impfstoffe stehen nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung. Zur Tagesarbeit der Tierschützer gehört es, sich um angefahrene Hunde / Katzen zu kümmern. Sie versuchen mühsam, die Tiere durchzufüttern und - ganz wichtig auch "nur" Wassernäpfe aufzustellen, denn oft kann man torkelnde Hunde sehen, die nur eines haben: DURST!

Täglich werden hier noch mehr Tiere einfach vor die Haustüre gelegt, in dem Glauben, sie hätten Geld und Kraft genug, um sich auch noch darum zu kümmern. Und natürlich kümmert man sich. Denn besser wenigstens nur notdürftig versorgen, als sie einem grausamen Schicksal zu überlassen.

Oft werden die Tiere einfach in die Mülltonne geworfen, ertränkt, überfahren oder grausam vergiftet. Ausgesetzt in einem Karton, aus dem die kleinen, hilflosen Welpen nicht entrinnen können, sind sie einem furchtbaren Hitzetod ausgesetzt.

Ist ein Arbeitstier zu alt um seinen Dienst weiter verrichten zu können, wie z.b. ein Esel, wird dieser kurzerhand in den Wald geführt, wo ihm die Vorderbeine zusammengebunden werden. Ein Entrinnen ist für ihn nicht mehr möglich. Wer nahe am Meer wohnt, wirft das erschöpfte Tier einfach die Klippen hinunter.

Die Tiere werden gequält, geschunden und geschlagen. Methoden, die sich ein normaler Mensch gar nicht ausdenken kann sind an der Tagesordnung. Und immer noch haben diese unschuldigen, armen Kreaturen den Glauben an die Menschen nicht verloren. Sind unglaublich dankbar für eine Streicheleinheit, ein Stück Brot und das sie ganz einfach leben dürfen.


Im Sommer findet man einen Teil der streunenden Hunde und Katzen zwar in einem ungepflegten Zustand, aber doch einigermaßen "gut genährt" (längst nicht alle)! Denn oft werden sie von Touristen gefüttert (Manche verfüttern das halbe Frühstücksbuffet!) oder ernähren sich von Essensresten aus Tavernen oder von den Abfällen aus den in dieser Jahreszeit überfüllten Mülltonnen.

Die vielen Streuner müssen fast ganzjährig ohne medizinische Versorgung, sprich Impfungen etc., von Mangelerscheinungen, Parasitenbefall und tödlichen Hunde- und Katzenkrankheiten geplagt, ums Überleben kämpfen. Dazu kommt noch jährlich die unkontrollierte Vermehrung der Hunde und Katzen. Ein scheinbar nicht endender Kreislauf.

Viele im Sommer geborene Welpen finden im Winter den Tod. Denn in dieser Jahreszeit sind die beliebten Urlaubsorte wie ausgestorben. Die Tavernen und Restaurants sind geschlossen, die Mülltonnen leer und die Hunde und Katzen somit dem Hungertod ausgesetzt.

Grausame Vergiftungsaktionen, die zwar auch in Griechenland laut bestehendem Tierschutzgesetz verboten sind, werden trotz allem durchgeführt. Viele Hotelbesitzer haben die Befürchtung, dass die Touristen sich von den Tieren gestört fühlen. In dunkler Nacht wird das vollbracht, was man den Blicken der Touristen tagsüber dann doch nicht zumuten möchte. Nicht nur Streuner, sondern auch Tiere die augenscheinlich einen Besitzer hatten, müssen diesen unglaublichen Tod erleiden.

Tierquälerei ist auch in Griechenland verboten. Nur schauen noch zu viele Weg, die ein solch unmenschliches Vergehen beobachten. Unsere Tierschützer vor Ort, Samira Abou-Hamdan und ihr Team aber nicht.

10 kleine Welpchen wurden aus Platzmangel zu einer Freundin gebracht, die diese Tierchen auf ihrem Balkon übernachten ließen. Am nächsten Tag sollten die Kleinen ihre Reise nach Deutschland antreten. Am Morgen waren aber vier von den 10 Welpchen tot. Aufgehängt an einem Baum von einem Tierhasser. Samira liefen die Tränen, Wut und Entsetzen machte sich in ihrem Tierschutzherz breit - und sie "fahndete" nach dem Täter. Sie erstattete Anzeige, verfolgte mit hohem Druck, dass es hier zu einer Anklage kommt: Mit Erfolg!

  • Eine Verurteilung zu einer Geldstrafe
  • Bei einer weiteren Verurteilung wurde der Angeklagte direkt im Gerichtssaal verhaftet, da er die Strafe nicht sofort begleichen konnte.


Recherchen reichen zurück bis zum Jahre 1922, als z.B. massenweise Hunde aus der Türkei auf einer Insel ausgesetzt wurden. Diese grausamen Methoden sind aber nur sehr kurzfristig "wirksam", da nur über Kastrationsaktionen der Nachwuchs eingedämmt werden kann.